7 Hochwasserschutzmaßnahmen für den Schutz von Häusern!

7 Hochwasserschutzmaßnahmen für den Schutz von Häusern!

Hochwasserschutz ist eine komplexe Sache. Deshalb helfen wir unseren Kunden bei den verschiedenen Hochwasserschutzmaßnahmen am und im Haus. Um wirklich alles richtigzumachen, muss man manchmal ein Experte sein, der Abschätzen kann, welche Hochwasserschutzmaßnahmen zu ergreifen sind. Da wir unmöglich mit allen Betroffenen sprechen können, haben wir uns dazu entschlossen unser Wissen weiterzugeben. Unter anderen mit diesem Artikel hier. Wir zeigen Ihnen nun auf welche sieben Hochwasserschutzmaßnahmen zu ergreifen sind, damit Sie Ihr Haus vor dem nächsten Hochwasser schützen.

Damit Sie nicht den Überblick verlieren, hier eine kurze Zusammenfassung der Themen. Wir werden uns von den Maßnahmen vor dem Hochwasser bis zu den Maßnahmen nach dem Hochwasser vorarbeiten.

  1. Vor den Hochwasserschutzmaßnahmen: Hochwasserrisiko erkennen
  2. Frühwarnsystem bei Hochwasser
  3.  Finanziell gegen das Hochwasser vorsorgen
  4.  Bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz fürs Haus
  5.  Temporäre Hochwasserschutzmaßnahmen fürs Haus
  6.  Im Ernstfall: Maßnahmen bei Hochwasser 
  7.  Maßnahmen nach dem Hochwasser

Nach diesem Artikel werden Sie wissen was vor, während und nach dem Hochwasser zu tun ist. Damit wir keine Zeit verlieren, legen wir nun auch direkt los.

 

Vor den Hochwasserschutzmaßnahmen: Hochwasserrisiko erkennen

Bevor Sie sich überhaupt Gedanken darüber machen können, welche Hochwasserschutzmaßnahmen Sie ergreifen, sollten Sie zuerst Ihr Risiko kennen. Wenn Sie schon einmal von Hochwasser betroffen waren, sollte Ihnen das Risiko relativ klar sein. Sie kennen die Art des Hochwassers, welches Sie treffen kann und auch die Höhe, gegen die Sie sich schützen müssen. Wenn Sie bis jetzt von Hochwasser verschont wurden, wird Ihnen die nachfolgende Liste helfen Ihr Risiko einzuschätzen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel Hochwasserschutz fürs Haus.

Die zwei größten Gefahren sind Flusshochwasser und Starkregen. Diese sind für den meisten Schaden in Deutschland verantwortlich. Auch zum Hochwasser in Deutschland haben wir einen detaillierten Artikel geschrieben, falls Sie weitere Informationen zu diesem Thema benötigen.  Wir haben für Sie also die ersten Hochwasserschutzmaßnahmen zusammengetragen, wenn Sie an einem Fluss/Bach, an der Küste leben oder von Starkregen betroffen sein könnten.

Wenn Sie an einem Fluss/Bach oder an der Küste leben:

  • Sichtkontrolle: Steigt der Fluss oder Bach in Ihrer Nähe an, müssen Sie dessen Pegelstand im Auge behalten. Kommt das Gewässer in eine gefährliche Höhe und droht über die Ufer zu treten, sollten Sie Schutzmaßnahmen vorbereiten.
  • Nachrichten: Warnen die regionalen Medien vor einem Hochwasser? Nehmen Sie diese Warnungen ernst und befolgen Sie die Anweisungen der Autoren und Sprecher.
  • Apps: Wenn Sie in einem Hochwassergebiet leben, laden Sie sich am besten Apps zur Früherkennung runter, oder tragen Sie sich in Newsletter ein, die regelmäßig über Pegelstände und Gefahrenlagen informieren.
  • Um Ihnen einige Beispiele zu nennen: KATWARN, NINA oder hochwasserzentralen.de
  • Wetterbericht: Folgen Sie dem Wetterbericht und achten Sie vor allem auf die Regenentwicklung und Wahrscheinlichkeit. Je länger es regnet, desto wahrscheinlicher wird ein Übertreten der Flüsse und Bäche. Mehr Details zu Starkregen finden Sie in unserem Artikel über Starkregen
  • Sirenen: Sollten die Sirenen angehen, wird wie folgt gewarnt:
  • Warnung (herannahende Gefahr!): 3 Min. gleichbleibender Dauerton
  • Alarm (Gefahr!): eine Minute auf- und abschwellender Heulton
  • Informieren Sie sich ob Sie in einem Hochwassergebiet leben und wie hoch und wie oft das Wasser in der Vergangenheit stand.

Wenn Sie in einem Hochwassergebiet leben, hat der GDV ein Zonierungssystem installiert um die Häufigkeit von Hochwasser abschätzen zu können. Oftmals stellt das jeweilige Land diese Liste online. Eine kurze Google-Suche wird Ihnen helfen, festzustellen ob Sie in einem Risikogebiet leben. Prinzipiell werden die Überschwemmungszonen in vier Gefährdungsklassen eingeteilt:

  • Gefährdungsklasse 1: Sehr geringe Wahrscheinlichkeit – Hochwasser statistisch seltener als einmal alle 200 Jahre
  • Gefährdungsklasse 2: Niedrige Wahrscheinlichkeit – Hochwasser statistisch einmal alle 100 bis 200 Jahre
  • Gefährdungsklasse 3: Mittlere Wahrscheinlichkeit – Hochwasser statistisch einmal alle 10 bis 100 Jahre
  • Gefährdungsklasse 4: Hohe Wahrscheinlichkeit – Hochwasser alle 10 Jahre oder öfter

*ohne Nord- und Ostseeinseln (Quelle: https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/naturkatastrophen-schutzmassnahmen-gegen-hochwasser)

Wenn Sie von Starkregen betroffen sind:

  • Leider gibt es bei Starkregen kaum Möglichkeiten frühzeitig gewarnt zu werden. Er tritt spontan auf und kann spontan wieder verschwinden.
  • Die einzige Möglichkeit sich vorzubereiten, ist, den Wetterbericht zu verfolgen, gerade im Sommer, wo es oft zu Starkregen kommt.
  • Achten Sie darauf, ob sich Unwetter zusammenbrauen und in Ihrer nahen Umgebung Meldungen über Starkregen existieren. Oft hinkt die Berichterstattung hinterher, weil es so kurze Ereignisse sind und dann kann es für Sie schon zu spät sein.
  • Es gibt Apps, die eine genaue Regenentwicklung auf wenige Meter genau beobachten und anzeigen können, diese sind jedoch kostenpflichtig.
  • Produkte für die Früherkennung von Starkregen finden Sie in unserem Artikel über Hochwasserschutzmaßnahmen vor dem Hochwasser. Beispielsweise können Sie auch einen Hochwasser- und Starkregenmelder kaufen, der Sie mit einem Signal warnt, wenn Wasser eindringt. Diesen finden SIe in unserem Partnershop. Hier der Link zum Produkt: Hochwasser- und Starkregenmelder. 
  • Welche Möglichkeiten für Sie in diesem Bereich bestehen klären wir im nächsten Abschnitt.

Soviel zu dem Hochwasserrisiko. Wenn Sie nun wissen, welches Hochwasser Sie treffen kann, sollten Sie im zweiten Schritt herausfinden, wann es Sie trifft. Der zeitliche Faktor ist ebenso wichtig wie das Risiko an sich. Die besten Hochwasserschutzmaßnahmen werden Ihnen nichts helfen, wenn Sie nach dem Hochwasser statt vor dem Hochwasser ergriffen werden. Im nächsten Abschnitt widmen wir uns deshalb den verschiedenen Frühwarnsystemen.

Frühwarnsystem bei Hochwasser

Unabhängig von dem Hochwasserereignis, welches Sie trifft, gibt es verschiedene Möglichkeiten vor dem Hochwasser informiert zu werden. Da es leider noch keine App gibt, die Ihnen genau Auskunft darüber geben kann, zu welchem Zeitpunkt Sie von Hochwasser getroffen werden, müssen wir uns etwas anders weiterhelfen.

Am besten ist es, wenn Sie eine Kombination auf verschiedenen Frühwarnsystemen etablieren. Abhängig davon, ob Sie von Flusshochwasser oder Starkregen betroffen sind, macht die ein oder andere Hochwasserschutzmaßnahme zur Frühwarnung mal mehr oder mal weniger Sinn.

Nachrichten anschauen: Egal ob Sie sich den Wetterbericht im Fernsehen, in der Zeitung oder im Internet anschauen, oftmals warnen die Meteorologen vor Starkregenereignissen und Überschwemmungen. Weiterhin wird auch oft in den Nachrichten von gefährdeten Gebieten berichtet. Gerade, wenn größere Flüsse mit Hochwasser drohen, kommt das oft in den aktuellen Nachrichten. Wenn Sie sich online Informieren wollen, sollten Sie sich wetter.de, DWD oder Wetteronline anschauen. Die Berichte sind oft aktueller als im Fernsehen und damit gerade bei Starkregen relevanter. Die Onlineportale bieten auch Newsletter an, damit Sie vor einem Unwetter per E-Mail informiert werden.

Wetterapps nutzen: Neben den herkömmlichen Informationsquellen, gibt es auch verschiedene Apps, die Ihnen das Wetter vorhersagen können. Alle wichtigen Portale zum Wetter haben auch entsprechende Apps im Angebot. Wenn Sie nicht von Starkregen, sondern von Flusshochwasser bedroht sind, sollten Sie sich die App zu den aktuellen Pegelständen herunterladen. Das Informationsportal dazu heißt www.pegelonline.wsv.de und die App heißt meine Pegel App.

Spezielle Regenapps installieren: Haben Sie nun festgestellt, dass Sie von Starkregen bedroht sind und Ihnen dadurch eine Überschwemmung ins Haus steht, gibt es sogar spezielle Regenapps. Diese zeigen viel genauer als Wetterapps an, wie viel Regen gerade fällt. Oftmals gibt es diese Apps als kostenlose und zahlungspflichtige Versionen. Wenn Sie schnell reagieren müssen und das müssen Sie bei Starkregen, kann sich die Investition in solche Apps durchaus lohnen.

Warnapps: Bei allgemeinen Katastrophenlagen und dazu zählt Hochwasser und Unwetter ebenfalls, gibt es spezielle Warnapps. Diese warnen Sie vor Unwettern, Hochwasser, Erdbeben und vielen anderen Katastrophen. Immer wenn es zu einem Ausnahmezustand kommt, werden Sie mit den Warnapps vorher informiert. Die bekanntesten Apps sind dabei Katwarn und NINA.

Wetter beobachten und Wetterstation: Logisch ist auch, wenn Sie vor Ort sind, dass Sie das Wetter beobachten. Wenn Sie merken, dass es extrem stark regnet, können Sie dann die entsprechenden Hochwasserschutzmaßnahmen einleiten. Legen Sie sich am besten eine Wetterstation zu, die den Niederschlag minütlich messen kann.

Wassermelder: Gerade, wenn das Hochwasser in der Nacht kommt, sollten Sie sich einen Wassermelder zulegen. Dieser wird auf den Boden gestellt, am besten an den Stellen, wo das Wasser hereinkommen kann. Sobald der Wassermelder mit Wasser in Berührung kommt, gibt er ein akustisches Signal ab. Es funktioniert also ähnlich wie bei einem Feuermelder, nur mit Wasser.

Zu all diesen Punkten haben wir verschiedene Produktempfehlungen in unserem Artikel über Hochwasserschutzmaßnahmen vor dem Hochwasser zusammengetragen.

Finanziell gegen das Hochwasser vorsorgen

Bevor wir im nächsten Teil zu den Hochwasserschutzmaßnahmen fürs Haus kommen, sollten wir zuerst noch das finanzielle Risiko adressieren. Sie wissen nun welches Hochwasser Sie treffen kann und auch wann es so weit ist. Bevor Sie nun aber den Kauf von verschiedenen Hochwasserschutzsystemen in Erwägung ziehen, sollten Sie das finanzielle Risiko eines Hochwassers absichern. Ein Hochwasser kostet im Schnitt 6.600,00 €. Ohne die richtige Versicherung müssen Sie dieses Geld selbst aufbringen oder dafür sorgen, dass es nicht zu einem Hochwasser kommt.

Der Grund, warum wir Versicherungen an dieser Stelle adressieren ist simpel. Wenn Sie schon einmal Hochwasser hatten, werden Sie kaum eine Versicherung finden, die Sie noch aufnimmt! Besorgen Sie sich also vor dem Hochwasser die passende Versicherung. Wichtig dabei ist es, dass Sie eine Wohngebäudeversicherung und eine Hausratversicherung mit Elementarschadenschutz abschließen. Nur mit dem extra Baustein der Elementarschäden zahlt die Versicherung bei einem Hochwasser oder einer Sturzflut.

Wenn Sie nun schon von einem Hochwasser betroffen waren und keinen Versicherungsschutz hatten, gibt es für Sie trotzdem noch Hoffnung. Meist nehmen Sie die Versicherungen wieder auf, wenn Sie Vorsorge betrieben haben. Dazu gibt es verschiedene Hochwasserschutzmaßnahmen, die bei Versicherungen Anklang finden. Um diese Maßnahmen kümmern wir uns jetzt.

 

Bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz fürs Haus

Sie können sich auf zwei verschiedene Arten vor Hochwasser schützen. Entweder sorgen Sie mit baulichen Maßnahmen gegen das Hochwasser vor oder Sie trotzen dem Wasser mit nachträglichen Hochwasserschutzsystemen. Hier erhalten Sie eine kleine Übersicht an möglichen Hochwasserschutzmaßnahmen, die bauliche Änderungen am Haus erfordern.

Schwellen bauen: Abhängig von der Höhe des Hochwassers, kann es schon ausreichen Schwellen zu bauen, die das Wasser temporär zurückhalten. Gerade bei Starkregen ist das Problem oftmals die Zeit. Das Wasser kommt schneller, als es abfließen kann und sickert dadurch ungehindert in die Wohnung. Schwellen an den betroffenen Stellen zu bauen kann Ihnen wertvolle Zeit verschaffen, die Ihr Problem mit Starkregen eventuell komplett löst.

Wasser umleiten: Manchmal reicht es auch, wenn Sie das Wasser umleiten. Viele unserer Kunden installieren neben dem Hochwasserschutz Dächer und Regenrinnen um das Wasser umzuleiten. Wenn Sie beispielsweise ein Dach über den Kellerabgang bauen, kann das Wasser zuerst auf das Gras fließen, bevor es den Kellerabgang herunterläuft. Auch hier gewinnen Sie wertvolle Zeit oder können ein Hochwasser sogar komplett verhindern.

Rückstauventil: Gerade bei älteren Häusern ist der Rückstau der Kanalisation ein Problem. Das Wasser staut sich oder das Grundwasser steigt und drückt dann durch die Kanäle zurück ins Haus. Dann kommt braune Brühe aus Dusche, Toilette oder dem Ablauf im Keller. Hier haben Sie nur eine Möglichkeit, Sie müssen ein Rückstauventil einbauen. Solche Arbeiten erledigt fast jede Gas-, Wasser- und Heizungsfirma.

Wasserdichtes Material verwenden: Wenn Sie sich dafür entscheiden, dass Sie das Wasser einfach rein Laufen lassen, weil sowieso nicht viel um Keller oder in der Garage steht, sollten Sie auf wasserdichte Materialien achten. Nutzen Sie Betonboden statt Parkett und kacheln Sie die Wände statt Tapeten an die Wand zu kleben.

Wasserdichte Fenster und Türen: Ein Mix aus Hochwasserschutz und baulicher Maßnahme sind wasserdichte Fenster und Türen. Sie haben die Möglichkeit Ihre aktuellen Fenster und Türen gegen wasserdichte auszutauschen. Diese Maßnahme ist zwar nicht günstig, dafür haben Sie aber langfristig Ruhe vor Hochwasser. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel über wasserdichte Fenster und wasserdichte Türen.

Wenn Sie gegen das Hochwasser schwerere Geschütze auffahren müssen oder bauliche Maßnahmen zu umständlich sind, haben Sie noch die Möglichkeit von nachträglichem Hochwasserschutz. Es gibt viele verschiedene Systeme, mit denen Sie Ihr Haus gegen Hochwasser schützen können. Welche das sind und wie Sie funktionieren, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Temporäre Hochwasserschutzmaßnahmen fürs Haus

Da wir Spezialisten in diesem Gebiet sind, können wir hier auch am meisten dazu sagen. Wir beraten unsere Kunden im Hochwasserschutz schon jahrelang. Wir kennen die Details und Nuancen der verschiedenen Maßnahmen zum Hochwasserschutz fürs Haus. Allerdings kann man zu jeder einzelnen Öffnung einen ganzen Roman schreiben. Das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Deshalb werden wir Ihnen hier kurz die Hochwasserschutzsysteme vorstellen, die es so gibt. Wenn Sie tiefer in die Materie einsteigen wollen, haben wir zu jedem Thema einen Artikel geschrieben. In diesem Artikel finden Sie eine detaillierte Übersicht. Gerne können Sie uns auch direkt kontaktieren, wenn Fragen bestehen.

Hier haben wir für Sie die wichtigsten Öffnungen für den Hochwasserschutz zusammengefasst und gehen kurz auf die Hochwasserschutzmaßnahmen für diese Öffnungen ein.

Hochwasserschutz Fenster: Es gibt viele Möglichkeiten Ihr Fenster vor Hochwasser zu schützen. Wasserdichte Fenster stellen nur einen kleinen Teil davon dar. Wenn Sie Ihr Fenster ohne bauliche Maßnahmen schützen wollen, können Sie auch Acrylschotts, Magenschotts oder Alu-Aufbauten zurückgreifen. Es gibt sogar automatische Schotts, die bei einem Wasseranstieg vollautomatisch schließen.

Hochwasserschutz Tür: Ein weiterer empfindlicher Punkt am Haus ist der Keller oder die Kellertür. Sie können Ihre Tür mit den unterschiedlichsten Hochwasserschutzsystemen schützen. Wenn Sie einen Vollverschluss benötigen, können Sie beispielsweise Magnettüren für die eigentliche Tür installieren. Sollte die Abdichtung der halben Tür ausreichen, können Sie auf Alu-Dammbalken, Magenschotts, Modulplatten und ähnliche Systeme zurückgreifen. Ein System, welches ohne Schrauben funktioniert und 72 cm hoch schützt, ist beispielsweise die Dam Easy Hochwasserbarriere. Diese erhalten Sie in unserem Partnershop. Hier der Link zum Dam Easy. 

Hochwasserschutz Kanäle: Wenn das Wasser aus dem Kanal kommt, haben Sie neben der Installation eines Rückstauventils noch die Möglichkeit des temporären Schutzes. Sie können Absperrblasen in WC, Dusche oder Ablauf setzen und aufpumpen. Die Absperrblasen halten Druckverhältnisse von über 1,5 Bar aus.

Sollten Sie zu diesem Teil Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden oder die detaillierteren Artikel zurate ziehen.

Im Ernstfall: Maßnahmen bei Hochwasser

Wenn es bei Ihnen nun zum Hochwasser gekommen ist, gibt es verschiedene Maßnahmen, die Sie jetzt ergreifen müssen, um sich selbst zu schützen. Unabhängig davon, ob Sie nun Hochwasserschutzsysteme installiert haben oder nicht, mit Wasser ist nicht zu spaßen. Gerade, wenn es sich um braunes Wasser handelt, ist Vorsicht geboten. Diese allgemeinen Regeln sollten Sie beachten.

Vor dem Hochwasser:

  • Fenster, Türen und Öffnungen am Haus schließen
  • Hochwasserschutzsysteme (falls vorhanden) anbringen
  • Dinge aus hochwassergefährdeten Räumen in Sicherheit bringen
  • Eine Notfalltasche packen, gerade wenn man mehrere Tage ohne Strom auskommen muss (Bei Übertreten von Flüssen der Fall)

Während dem Hochwasser:

  • Elektronische Geräte in der Nähe des Wassers abstellen, am besten auch die Heizung in betroffenen Räumen
  • In gefährdeten Räumen sollten Sie außerdem den Strom ganz ausstellen
  • Dafür sorgen, dass keiner ohne Schutzmaßnahmen in das Wasser geht (Gummistiefel oder ähnliches)
  • Feuerwehr anrufen, damit diese den Keller auspumpen, falls das Wasser nicht allein zurückgeht. Bei Hochwasserlagen kann es ratsam sein eine eigene Pumpe zu besitzen, da die Feuerwehr von mehreren Personen gleichzeitig gerufen wird.
  • Wenn Wasser im Haus steht, sollten Sie auf jeden Fall auch genug Bilder der Überschwemmung machen, bevor abgepumpt wird

Nehmen Sie ein Hochwasser auf keinen Fall auf die leichte Schulter. Das Wasser könnte zu Infektionen führen oder generell verunreinigt sein. Denken Sie auf jeden Fall auch an Ihre persönliche Schutzausrüstung. Wathosen, Gummistiefel und ähnliche Kleidung, die Sie vor dem Hochwasser schützt, sollten Sie im Haus haben. Wenn Sie von Flusshochwasser betroffen sind, sollten Sie außerdem genug Nahrung, Wasser, Strom und Wärme im Haus haben um im Ernstfall ein paar Tage auszuhalten.

Maßnahmen nach dem Hochwasser

Ein Hochwasser ist für viele schockierend, gerade wenn man das erste Mal damit zu tun hat. Viele sind sich unsicher, was nach dem Hochwasser getan werden muss. Fängt man direkt an zu putzen? Sollte man erst mit der Versicherung reden? Oder gibt es einen anderen Ansprechpartner? Wir haben die wichtigsten Maßnahmen nach einem Hochwasser für Sie zusammengefasst.

Nach dem Hochwasser:

  • Versicherung anrufen und informieren was getan werden muss. Oft alles erst mal so lassen und Bilder machen. Messen, wie hoch das Wasser war und einige andere Dinge
  • Elektronik erst einschalten, wenn Sie sicher sind, dass diese nicht mit Wasser in Berührung gekommen ist
  • Feuerwehr alarmieren, wenn das Wasser kontaminiert wurde
  • Strom und Gas wieder anschalten, wenn Sie sicher sein können, dass die Gefahr vorüber ist
  • Aufräumen mit Gummihandschuhen, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden
  • Professionelle Firmen kommen lassen, am besten in Absprache mit der Versicherung

Eine komplette Checkliste erhalten Sie hier https://www.bbk.bund.de/DE/Home/home_node.html

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel etwas weiterhelfen konnten und Sie jetzt einen guten Überblick über die verschiedenen Hochwasserschutzmaßnahmen haben. Sollte bei Ihnen irgendwann der Ernstfall eintreten, können Sie sich gerne an uns wenden oder diesen Artikel lesen.

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