Hochwasserschutz Dammbalkensystem: Diese Dinge sind zu beachten!

Hochwasserschutz Dammbalkensystem: Diese Dinge sind zu beachten!

Auf der Suche nach dem passenden Hochwasserschutz geht es Ihnen wahrscheinlich wie all unseren Kunden. Sie stoßen auf ein Hochwasserschutz mit Dammbalkensystem. Manchmal auch Alu-Dammbalken, Aluminium-Dammbalkensystem oder ähnlich genannt. Wichtiger als der Name für das Dammbalkensystem, ist jedoch seine Funktion und zu wissen worauf man vor dem Kauf achten sollte. Damit Sie nicht teure Fehler begehen und genau wissen worauf Sie sich einlassen, haben wir hier die wichtigsten Dinge zusammengefasst, die man vor dem Kauf wissen muss. Die wichtigste Frage ist immer: “Ist ein Hochwasserschutz mit Dammbalkensystem überhaupt die richtige Wahl für mich?”. Dieser und weiteren Fragen gehen wir nun auf den Grund. 

Ist der Hochwasserschutz mit Dammbalkensystem für mich richtig? Um es kurz vorweg zu nehmen, ein Dammbalkensystem aus Aluminium stellt für viele eine Ideale Lösung dar. Meist, wenn Sie das Wasser nur kurzfristig von Türen und Fenstern fernhalten wollen. Es ist schnell aufgebaut und meist günstiger als andere Systeme. Aber die Stärken werden in gewissen Situationen zu schwächen.

Insgesamt gibt es 12 Punkte zu beachten und jeder ist enorm wichtig. Auf was Sie alles achten müssen, bevor Sie sich entscheiden, welches Hochwasserschutzsystem Sie nehmen und ob es ein Dammbalkensystem wird, darauf gehen wir nun ein. Also lassen Sie uns Starten.

Funktion und Aufbau vom Hochwasserschutz Aluminium Dammbalken

Wenn Sie noch nie ein Dammbalkensystem gesehen haben, schauen Sie sich folgendes Bild kurz an und lassen es wirken:

Was sehen wir hier genau? Wir sehen einen metallischen Schutz vor einer Holztür mit roten Hebeln links und rechts. Um was handelt es sich hier aber genau? Dieses System besteht aus mehreren Teilen und Komponenten, die man aktuell nicht sehen kann. Jedes Dammbalkensystem ist etwas anders aufgebaut, aber der grundsätzliche Aufbau ist immer ähnlich, genauso wie auch die grundsätzliche Funktion immer ähnlich ist.

In diesem Fall besteht das System aus folgenden Teilen: 

  1. 6 x Aluminium Dammbalken, die ca. 100 mm hoch und 50 mm breit sind. Wir haben also eine Schutzhöhe von ca. 550 mm (600 mm abzgl. Wellengang)
  2. 6 x Dichtungen auf der unteren Seite der Aluminium Dammbalken. Meist sind die Dichtungen aus Moosgummi. Dabei ist oft die untere Dichtung zum Boden hin größer als alle anderen. So kann man Unebenheiten im Boden entgegenwirken
  3. 2 x U-Profilen, die Links und rechts auf dem Mauerwerk angebracht wurden. Meist wird Silikon unter den Profilen angebracht. Die Profile sind etwa 150 mm höher als die Dammbalken.
  4. 2 x Dichtungen in den U-Profilen. In diesem Fall werden die Dichtungen von unten eingezogen, damit das Wasser direkt gestoppt wird. Es gibt aber auch Varianten, wo die Dichtung hinter dem System angebracht wird, damit der Wasserdruck für die Abdichtung sorgt.
  5. 2 x Arretierstäbe (roter Hebel) um die Dammbalken am Aufschwimmen zu hindern.
  6. 2 x Vorrichtungen für die Arretiersstäbe, damit diese überhaupt Druck ausüben können. Entweder arbeitet man hier mit Schienen innerhalb des U-Profils oder mit zusätzlichen Verankerungen durch Metallklötze.

Wie Sie sehen, ist das System nicht so einfach, wie es zunächst aussieht. Alle Teile müssen aufeinander abgestimmt sein und zueinanderpassen, um überhaupt eine Abdichtung hinzubekommen. Dies bringt uns auch zum nächsten Punkt. Wie funktioniert ein Alu-Dammbalkensystem überhaupt?

Im Prinzip funktioniert jedes Dammbalkensystem folgendermaßen: 

  1. Erst sollte man prüfen, ob der Boden auf den man die Dammbalken stellen möchte frei von Steinen, Ästen oder sonstigen Dingen ist, die dazu führen können, dass das System an Abdichtung verliert.
  2. Die Aluminium Dammbalken werden in die U-Profile an der Wand von oben eingeschoben. Dabei ist darauf zu achten, dass man mit dem Bodenteil beginnt, welches meist die größte Dichtung hat.
  3. Wenn alle Dammbalken in Position gebracht wurden, wird die Dichtung von vorne eingezogen. Dieser Schritt ist nicht bei allen Systemen zu tun. Meist sind die Dichtungen schon innerhalb des U-Profils vorhanden.
  4. Danach werden die Arretierstäbe in die U-Profile eingebracht und festgezogen. Die Druckplatte legt sich dabei auf die Alu-Dammbalken und drückt diese nach unten.
  5. Das Alu-Dammbalkensystem ist nun einsatzbereit und das Wasser kann kommen!

Soweit zum Grundaufbau und der Grundfunktion. Doch welche Unterschiede gibt es, die man vor dem Kauf beachten sollte? Wir haben für Sie 12 Punkte aufgelistet, die es zu beachten gibt, bevor man ein Alu-Dammbalkensystem kauft. Wir werden im Nachgang auf jeden einzelnen Punkt genauer eingehen. Hier kurz die Übersicht der Punkte:

  1. Sind Alu-Dammbalken für mich das richtige Hochwasserschutzsystem?
  2. Kann ich mit einer Sickerungsrate leben? 
  3. Habe ich die Grundvoraussetzungen für ein Dammbalkensystem?
  4. Welche Stauhöhe brauche ich? 
  5. Welche Materialstärke benötige ich? 
  6. Wie gut sind die Dichtungen und die Anwendung?
  7. Welche Varianten von Dammbalkensystemen gibt es?
  8. Auf den Preis achten! Eine kleine Dammbalkensystem Preisliste
  9. Welche Folgekosten hat das System? 
  10. Selbstmontage oder Eigenmontage des Hochwasserschutzes? 
  11. Kann ich ein Dammbalkensystem selber bauen? 
  12. Wurden die Systeme geprüft und macht die Versicherung mit? 

Wir kümmern uns jetzt um diese Punkte im einzelnen.

Sind Alu-Dammbalken für mich das richtige Hochwasserschutzsystem?

Bevor wir überhaupt weiter in die Tiefe gehen und darüber sinnieren, welche Unterschiede es bei den verschiedenen Dammbalkensystemen gibt, lassen Sie uns kurz die essenzielle Frage klären, die alle anderen eventuell unnötig macht.

Ist ein Dammbalkensystem für Sie überhaupt das richtige Hochwasserschutzsystem? Zum Glück kann man diese Frage relativ einfach beantworten. Sind Sie oft im Urlaub und möchten das System einfach stehen lassen und vergessen? Dann ist ein Alu-Dammbalkensystem nicht wirklich die richtige Wahl für Sie. Wenn Sie nicht über die Grundvoraussetzungen der Montage verfügen (Genug Mauerwerk vor der Tür), dann ist das System ebenfalls nichts für Sie. Und wenn Sie hinter der Tür einen Boden haben, der bei Feuchtigkeit leicht kaputtgeht, sollten Sie auch lieber die Finger von einem Alu-Dammbalkensystem lassen.

Zum Glück gibt es noch viele Alternativen zum Alu-Dammbalkensystem. Beispielsweise die mobile Hochwasserschutzwand Dam Easy. Diese bietet eine Schützhöhe von 60 cm und kann in unserem Partnershop erworben werden. Hier ist der Link zur Dam Easy Hochwasserschutzwand. 

Wenn bei Ihnen keiner dieser Punkte zutrifft, könnte sich die Anschaffung eines Alu-Dammbalkensystems lohnen. Die Grundvoraussetzungen dazu erklären wir jetzt. Falls Sie ein anderes System haben möchten, können Sie sich den Artikel über den Hochwasserschutz des Kellers durchlesen. Hier gehen wir auf viele verschiedene Systeme ein.

Habe ich die Grundvoraussetzungen für ein Dammbalkensystem?

Ein Alu-Dammbalkensystem für den Hochwasserschutz kann man in drei verschiedenen Varianten installieren. Sie können das System innerhalb der Laibung, auf der Laibung oder hinter der Laibung installieren. Wir sprechen hier von der Laibung vor der Tür oder generell der Öffnung. Wichtig ist weiterhin, dass das Mauerwerk möglichst eben ist. Klinkersteine oder Rauputz sind für Alu-Dammbalkensysteme eher nicht so geeignet. Auch verschiedene andere Materialien, so wie Holz, Stahl, Alu oder ähnliche, sind für die Installation nicht so gut geeignet. Wenn Sie das System auf einer Dämmung installieren müssen oder generell keinen Platz haben um es zu installieren, sollten Sie lieber zu einem anderen System greifen.

Der Boden an der zu schützenden Öffnung sollte ebenfalls ziemlich eben sein. Es ist zwar, bei den meisten Dammbalkensystemen eine extra dicke Dichtung am Boden installiert, allerdings hat auch diese ihre Grenzen. Generell lässt sich sagen, je unebener und komplexer die Voraussetzungen vor oder hinter der Tür sind, desto schwieriger wird die Installation eines Alu-Dammbalkensystems. Greifen Sie lieber zu alternativen Systemen. Diese haben wir in dem Artikel Hochwasserschutz für Türen näher beleuchtet.

Welche Stauhöhe brauche ich? 

Neben der Breite des Systems, ist auch die Höhe enorm wichtig, wenn Sie darüber nachdenken, ein Dammbalkensystem zu kaufen. Hier geht es vor allem um die Statik und die damit einhergehenden Risiken. Sie können zwar ein günstiges System kaufen und Ihre 3,5 m lange und 3 m hohe Garage damit komplett abdichten aber hält das auch? Die Antwort auf diese Frage lautet bei allen Berechnungen, nein es hält nicht. Dammbalkensysteme sind bei Stauhöhen bis 1,60 m stark, darüber wird es aber schon schwierig. Natürlich hängt die maximale Höhe auch immer davon ab, wie breit das System sein muss.

Bevor Sie allerdings eine komplette Abdichtung einer Öffnung mit einem Dammbalkensystem vornehmen wollen, sollten Sie die Alternativen kennen. Bei niedrigen Stauhöhen können Sie ruhig zu Alu-Dammbalken greifen ohne das Sie Angst vor einer Durchbiegung haben müssen.

Beachten Sie außerdem, dass Sie die Höhe des Systems so wählen müssen, dass das Wasser nicht über das System fließt. Wenn Sie 50 cm Hochwasser haben, sollten Sie mindestens 10 cm mehr für ein Dammbalkensystem einplanen. Oft schwappt das Wasser über das System, wenn Sie es zu niedrig wählen.

Kann ich mit einer Sickerungsrate leben? 

Ein sehr, sehr wichtiges Thema, welches von vielen Herstellern gerne verschwiegen wird, ist die Sickerungsrate fast aller Dammbalkensysteme. 95 % der Dammbalkensysteme aus Aluminium, die für den Hochwasserschutz eingesetzt werden, sind nicht zu 100 % dicht. Dies gilt im übrigen auch für die meisten mobilen Systeme. Da es bei der Herstellung und dem Aufbau viele Unterschiede gibt, sind auch die Sickerungsraten der Systeme unterschiedlich. Ein paar Hersteller schaffen es, dass System komplett wasserdicht zu machen. Der größte Teil hat aber Sickerungsraten von 1-10 l pro Stunde.

Die Sickerungsraten hängen neben dem Aufbau des Systems an sich, vor allem an den Dichtungen und der zu schützenden Fläche. Was viele nicht wissen, die Dichtungen sind im Hochwasserschutz, die teuerste Komponente. Bei einem günstigen System wird oft an genau dieser Steller gespart. Teurere Systeme haben hingegen gute Dichtungen, die den Großteil des Wassers fernhalten. Weiterhin logisch, ist, dass die Sickerungsrate steigt, je größer das System ist und je mehr Wasser davor steht.

Wenn Sie dafür sorgen müssen, dass kein Wasser ins Haus dringt, weil Sie beispielsweise einen empfindlichen Boden haben, sollten Sie von einem Alu-Dammbalkensystem eher Abstand nehmen. Bei einer betonierten Garage, in der sowieso nicht viel steht außer ein paar Kartons, macht eine gewisse Sickerungsrate dagegen wenig aus.

Water Damage von Manuel Faba Ortega /123rf.com

Welche Materialstärke benötige ich? 

Eng verbunden mit dem Punkt über Sickerungsrate und Stauhöhe, ist der Faktor der Materialstärke. Für den normalen Gebrauch, wenn Sie beispielsweise einfach eine Tür in der halben Höhe absichern wollen, spielt dieser Faktor keine so große Rolle. Wenn Sie allerdings größere Längen von über 3 m überwinden müssen oder Stauhöhen von über 150 cm haben, wird die Materialstärke wiederum wichtig. Je stärker das Material ist, desto unbiegsamer wird es. Ein Dammbalkensystem mit 1,3 mm Stärke, würde sich bei einer Länge von 3 m und einer Stauhöhe von 1,5 m direkt durchbiegen. Ein solides System mit 4 mm Wandstärke würde dem Wasserdruck jedoch problemlos Stand halten.

Achten Sie also neben den Dichtungen auch auf die Stärke des Materials. Je kleiner das System wird, desto eher können Sie sich ein paar Euro an dieser Stelle einsparen und ein System nehmen mit einer niedrigen Wandstärke. Wenn Sie es mit einem massiven Hochwasser zu tun haben, sollten Sie unbedingt auf ein starkes Material setzen und entsprechend mehr Geld ausgeben.

Wie gut sind die Dichtungen und die wie ist die Anwendung?

Es wurde weiter oben ja bereits kurz angesprochen, aber die Spreu wird vom Weizen getrennt, zumindest im Dammbalken-Bereich, wenn es um das Thema Anwendung und Dichtungen geht. Das Teuerste an fast jedem Hochwasserschutzsystem sind die Dichtungen. Das Wichtigste an einem solchen System sind die Dichtungen aber ebenfalls. Wenn Sie mit einer Sickerungsrate von 3-5 l pro Stunde leben können, greifen Sie ruhig zu günstigen Alu-Dammbalkensystemen. Diese werden Sie daran erkennen, dass Standarddichtungen verbaut sind, die Sie auch aus dem Auto kennen. Meist sind die Dichtungen nicht im System integriert und müssen separat angebracht werden, wenn es zu einem Hochwasser kommt.

Was uns zum Punkt Anwendung bringt. Je öfter Sie das System einsetzen müssen, desto mehr Geld sollten Sie investieren. Wenn Sie einmal im Jahr einen Alu-Dammbalken-Bausatz zusammenbauen müssen, weil Starkregen gemeldet ist, mag das ja noch vertretbar sein, aber wenn Sie das alle 2-3 Wochen einmal machen müssen, wird es Ihnen wahrscheinlich bald auf den Keks gehen. Investieren Sie hier lieber ein paar Euro in Systeme mit einer einfacheren Anwendung. Andere Systeme mit einfacher Anwendung finden Sie im Artikel Hochwasserschutz für Türen.

Welche Varianten von Dammbalkensystemen gibt es?

Wie schon gesagt, alle Dammbalkensysteme sind irgendwo ähnlich. Es gibt jedoch ein System, welches etwas aus dem Rahmen fällt. Die Firma Reitthaler hat ein Alu-Dammbalkensystem erfunden, welches von vorne statt von oben bedient werden kann. Dieses wird dann auch komplett dicht. Prinzipiell kann man aber in 3 Kategorien unterscheiden.

Günstige Systeme, die meist selbst zusammengebaut werden müssen. Meist müssen Sie mehr selbst bauen, je günstiger das System wird. Auch sind bei günstigen Systemen die Dichtungen nicht so die Wonne, was aber per se nicht schlecht sein muss. Oft finden Sie diese Systeme im Baumarkt, Onlineshops oder bei Alu-Bauern, die diese Systeme selbst zusammengebaut und entwickelt haben.

Preislich gehobene Systeme, wie beispielsweise, die von Prefa oder DPS haben ebenfalls Ihre Berechtigung. Wenn Sie höhere Anforderungen haben oder ein dichtes System benötigen, sollten Sie eher zu diesen Systemen greifen.

Auf den Preis achten! Eine kleine Dammbalken Preisliste

Wenn wir schon beim Thema Preis sind. Hier eine kleine Übersicht, was 1 qm Dammbalkensystem bei verschiedenen Herstellern kosten. Dabei ist zu beachten, dass es sich um die Preise handelt, die bestehen, wenn man das System innerhalb der Laibung anbringt. Oft ist es bei einer Montage auf die Laibung etwas teurer. Alle Preise sind Bruttopreise zzgl. Versand. Und natürlich, mit all Ihrem Wissen, der Preis ist nicht alles, wie Sie gesehen haben.

  • Bauhaus: 299,00 € 
  • Kema: 587,00 €
  • Wir: 705,67 € 
  • IBS: 733,63 €

Ja, wir haben uns selbst mit aufgeschrieben, allerdings bieten wir auch von allen anderen Herstellern ebenfalls an. Wenn Sie sich unsicher sind, welches System für Sie infrage kommt, können Sie sich gerne an uns wenden. Weitere Preise zu Dammbalkensystemen finden Sie in unserem Artikel Preisliste von Dammbalkensystemen.

Welche Folgekosten hat das System? 

Beim Thema Preis außerdem wichtig sind die Folgekosten. In der Regel halten gute Dichtungen 4-8 Jahre, abhängig davon welche Dichtungen es sind. Das heißt also, theoretisch müssen Sie alle 3-4 Jahre mal über die Dichtungen schauen und diese eventuell ersetzen. Hier sind die Systeme, die ohne Verklebungen auskommen klar im Vorteil. Dann müssen Sie im Normalfall nur ein Dichtungssatz kaufen und diesen auswechseln. Auf 1 qm Dammbalken kostet so ein Dichtungssatz etwa 150,00 – 300,00 €.

Wenn Sie auf ein günstiges System mit Verklebungen setzen, haben Sie also irgendwann das Problem, dass Sie entweder die Teile einschicken oder komplett austauschen müssen. Beachten Sie also ganz genau, wie das System aufgebaut ist, um die Gesamtkosten im Blick zu behalten.

Selbstmontage oder Eigenmontage des Hochwasserschutzes? 

Ein weiterer Punkt, der Ihnen enorm viel Geld sparen kann, ist der Punkt der Montage. Vielleicht haben Sie Glück und der Montagepartner ist bei Ihnen in der Nähe, aber wenn nicht, können diese Kosten noch mal ordentlich zu Buche schlagen. Wir veranschlagen für die Montage in der Regel 150,00 € Anfahrt und 150,00 – 200,00 € Montagekosten. Mit diesen Kosten können Sie auch bei anderen Herstellern rechnen.

Diese Kosten sind dem Fakt geschuldet, dass die Einbaupartner bei Hochwasserschutzsystemen sehr spärlich gesät sind. Wenn jemand bei Ihnen daheim vorbeikommt, um ein Hochwasserschutzsystem einzubauen, sind die meist der einzige Termin an dem Tag, deshalb muss man hier preislich etwas aufschlagen, damit man Kosteneffizienz arbeitet. Wenn Sie auch nur ein wenig handwerklich begabt sind, können Sie das System aber auch selbst einbauen. Meist müssen Sie 4-6 Löcher bohren und etwas mit Silikon hantieren, um ein Dammbalkensystem wasserdicht an die Wand zu bekommen.

Alternativ können Sie auch ein System kaufen, welches komplett ohne Montage auskommt und einfach nur in die Tür gestellt wird. Hier geht es zum Dam Easy Hochwasserschutz für Türen und Garagen.

Kann ich ein Dammbalkensystem selber bauen? 

Im Zusammenhang mit den Kosten, fragen sich einige unserer Kunden auch oft, ob Sie ein Dammbalkensystem nicht auch selber bauen können. Klar können Sie das. Mit etwas handwerklichem Geschick und den richtigen Materialien sollte das kein Problem sein. Sie sollten, wie oben in der Aufzählung genannt, U-Profile und Dammbalkenprofile, möglichst passend kaufen. Oft finden Sie Alu-Rechtecke als Zuschnitt in verschiedenen Onlineshops oder im Baumarkt.

Achten Sie darauf, dass die Dichtungen beim Einführen der Balken leicht gepresst werden. Weiterhin sollten Sie bei den Zwischendichtungen darauf achten, dass diese flexibel sind und für eine Abdichtung sorgen können. Schauen Sie sich hierzu am besten ein paar professionelle Systeme an um sich inspirieren zu lassen.

Es ist nicht ganz einfach sein eigenes Dammbalkensystem zu bauen. Der Aufwand lohnt sich meist nur, wenn Sie mehrere Meter Dammbalken benötigen und die Versicherung Ihnen keinen Strick daraus dreht, dass Sie die Systeme selbst gebaut haben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Artikel über Hochwasserschutzmaßnahmen. In diesem Artikel haben wir ein System verlinkt, welches wie ein Bausatz funktioniert und sehr günstig ist.

Wurden die Systeme geprüft und macht die Versicherung mit? 

Wenn wir jetzt schon beim Thema Versicherungen sind. Ein letzter Tipp, der Ihnen wahrscheinlich einige hundert Euro sparen kann, haben wir noch. Wenn Sie eine Wohngebäude- und eine Hausratversicherung mit Elementarbaustein haben, wurde der letzte Schaden sicherlich von Ihrer Versicherung übernommen. Diese sind natürlich nicht glücklich darüber, dass Sie einen Schaden hatte.

Wenn Sie aber nun zur Hochwasservorsorge Alu-Dammbalken kaufen, könnte Ihre Versicherung diesen Schritt finanziell entlohnen. Sie sorgen mit einem Dammbalkensystem ja dafür, dass so ein Schaden nicht noch mal passiert und was ist besser als eine Versicherung, die niemals benötigt wird? Na ja, zumindest aus der Sicht der Versicherungen.

Also, fragen Sie vorher bei Ihrer Versicherung nach, ob es Rabatte gibt, wenn Sie etwas für den Hochwasserschutz kaufen. Die beste Verhandlungsbasis haben Sie natürlich, wenn Sie noch keinen Schaden hatten. Die Versicherungen wollen dann meist einen Nachweis, dass die Systeme, die Sie gekauft haben funktionieren. Prüfen Sie also vor dem Kauf, ob es Prüfungen oder zumindest Beweise von Prüfungen gibt. Dann macht auch die Versicherung mit und gibt Ihnen unter Umständen einen Nachlass.

Alternativen zu Alu-Dammbalken

Zu guter Letzt kommen wir noch zu den Alternativen Systemen. Falls Ihnen während des Lesens aufgefallen ist, dass ein Alu-Dammbalkensystem nicht die richtige Wahl für Sie darstellt, haben Sie verschiedene Alternativen.

Magnetschott: Um Magnetschotts nutzen zu können, müssen vorher Magnetschienen in die Erde und die Mauer eingelassen werden. Danach werden die Schotts einfach nur noch von vorne aufgesetzt. Die Magnete ziehen das Schott zusammen und der Wasserdruck von Außen sorgt für zusätzliche Abdichtung.

Dam Easy: Hier müssen keinerlei Schienen angebracht werden. Das System wird einfach nur zwischen die Tür gestellt, verspreizt und aufgepumpt. Direkt danach haben Sie ein wasserdichtes System, welches 60 cm Hochwasser zurückhält. Die Installation funktionier sehr schnell und kann von jedem ausgeführt werden. Hier finden Sie den Link zum Produkt Dam Easy Hochwasserbarriere.

Dammtafeln: Ebenfalls ähnlich wie Alu-Dammbalken aber um einiges leichter sind Dammtafeln. Auch hier werden Schienen rechts und links gesetzt und danach die Dammtafel rein gehoben. Im Gegensatz zu den Alu-Dammbalken handelt es sich bei der Dammtafel aber um ein Stück.

Für weitere Alternativen oder ganz andere Lösungswege können Sie uns gerne kontaktieren. Weiterhin können Sie sich auch unseren Artikel über Hochwasserschutz fürs Haus durchlesen. In diesem gehen wir auf die einzelnen Systeme noch etwas genauer ein.

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