Lichtschacht gegen Regen schützen: So gehts auch bei Ihnen!

Lichtschacht gegen Regen schützen: So geht’s auch bei Ihnen!

Heftige Niederschläge treten immer öfter auf. Da kann es vorkommen, dass Sie ihren Lichtschacht gegen Regen schützen müssen, sonst kommt es zu einer Überschwemmung.

Leider können hier große Schäden entstehen, vor allem wenn das Wasser durch den Lichtschacht ins Haus oder in den Keller kommt. Sie sollten wissen, ab wann Regen zu einem Problem werden kann, damit Sie richtig handeln und das Haus vor Hochwasser schützen können. Genau deshalb haben wir diesen Artikel für Sie geschrieben. Hauptsächlich werden wir uns mit dem Thema “Lichtschacht gegen Regen schützen” beschäftigen.

Wir werden in folgende Themen genauer eingehen: 

  1. Lichtschacht gegen Regen schützen: Wann wird viel Regen zum Problem?
  2. Wie schütze ich mein Haus und mein Lichtschacht vor Starkregen?
  3. Welche baulichen Maßnahmen schützen meinen Keller und meinen Lichtschacht vor Hochwasser?
  4. Wie kann ich meinen Keller mit Hochwasserschutz absichern? 

Lichtschacht gegen Regen schützen: Wann wird viel Regen zum Problem?

Um zu erkennen, ob der Starkregen für Sie zum Problem werden kann und Ihren Lichtschacht überfluten kann, müssen wir uns die äußeren Faktoren ansehen:

  • Oberflächenverschluss: Schauen Sie sich in Ihrem und im Garten des Nachbarn genau um. Wenn Sie nicht viel Grünfläche sehen, dann sind Sie generell gefährdeter als jemand, der komplett auf grüner Fläche lebt. Denn je mehr Fläche des Bodens durch Beton, Asphalt oder ähnliches verschlossen wird, desto eher ist es wahrscheinlich, dass das Wasser sich einen anderen Weg sucht und dann zum tiefsten Punkt fließt. Im schlimmsten Fall müssen Sie dann den Lichtschacht gegen den Regen schützen.
  • Trockenheit des Bodens: Ähnlich sieht es aus, wenn es lange nicht geregnet hat und die Grünfläche, die Sie haben sehr trocken ist und kaum Wasser aufnehmen kann. Vor allem im Sommer können Probleme auftreten.

  • Kanalsystem der Gemeinde oder Stadt: Die Kanalsysteme sind leider meistens nicht dafür ausgelegt, hohe Mengen an Wasser aufzunehmen und abzutransportieren. Das liegt vor allem daran, dass diese schon sehr alt sind und damals noch nicht so viel Erdboden verschlossen wurde, wie es heute ist. Außerdem kann es problematisch werden, wenn das Kanalsystem, durch Blätter, Äste, Dreck oder sonstiges verstopft ist, die das Ablaufen des Wassers erschweren. Auch wenn die Kanalsysteme nicht regelmäßig gereinigt und gesäubert werden, könnte es zu Problemen für Sie kommen.
  • Eigener Abfluss: Dasselbe Problem besteht natürlich auch bei Ihrem eigenen Abfluss. Wenn die Regenrinnen voller Schmutz, Blätter sind und der Abfluss im Keller schon länger nicht mehr sauber gemacht wurde, kann das Wasser nicht mehr richtig abfließen und fließt dann im schlimmsten Fall in Ihr Haus.
  • Lage des Hauses: Die Lage des Hauses spielt natürlich ebenfalls eine Rolle. Wenn Sie Beispielsweise keinen Keller haben und Ihr Haus steht höher als das der Nachbarn, sollten Sie vor Starkregen und folgenden Überschwemmungen relativ sicher sein. Wenn Sie das letzte Haus in einer abfallenden Straße und einen großen Keller haben, können Sie mit Problemen rechnen.

Bei all diesen Bedingungen wird starker Regen für Sie zum Problem. Doch natürlich kann es auch einfach vorkommen, dass so immense Wassermassen vom Himmel fallen, dass Sie selbst bei guter Vorbereitung überschwemmt werden. Der einzige Lösungsweg ist dann der Schutz des Lichtschachtes gegen Starkregen.  Auf diese Möglichkeit gehen wir nun ein.

Wie schütze ich mein Haus und mein Lichtschacht vor Starkregen?

Wenn Sie neu bauen, dann sollten Sie bereits in der Planungsphase den Architekten auf das Thema Hochwasserschutz und Starkregen ansprechen. Dabei sollten Sie klären welche baulichen Maßnahmen sinnvoll sind. Folgende Informationen zur Überschwemmungsgefährdung sollten bei der Planung des Hauses berücksichtig werden:

  • Gibt es Hochwassergefährdungskarten und Starkregengefährdungskarten, die darüber Auskunft geben wie stark das Haus hochwassergefährdet ist?
  • Was tut die Gemeinde zur Überflutungsvorsorge bzw. was ist geplant? Ist ein Deich oder mobile Hochwasserschutzssysteme vorhanden? Werden Flächen zur Zwischenspeicherung von Wasser bereitgestellt? 

Folgendes sollte mit dem Architekten besprochen werden:

  1. Versickerungsfähige Flächen erhalten – Es sollte so wenig Fläche wie möglich betoniert oder asphaltiert werden, denn je weniger Fläche versiegelt ist, desto besser kann das Wasser versickern. Ein hoher Anteil versickerungsfähiger Flächen hilft bei Starkregen und zahlt sich auch finanziell aus.
  2. Haus höher bauen oder abschirmen – Wenn Sie neu bauen, dann sollten Sie Grundstücke in der Muldenlage oder am Fuß eines Hangs meiden. Außerdem sollte das Gelände nach Möglichkeit so gestaltet werden, dass geringfügige Überflutungen dem Haus nichts tun können. So kann das Gebäude beispielsweise höher gesetzt werden oder das Gelände fällt etwas vom Haus ab, damit das Wasser gut abfließen kann. Kann brauchen Sie auch nicht Ihren Lichtschacht vor Starkregen schützen.
  3. Zusätzliche Wasserspeicher anlegen – Ergänzende Sammelbehälter helfen, die Folgen eines Starkregens zu minimieren. Diese fangen Wasser auf und können den Abfluss verzögern. Solche Hilfsmittel sind vor allem wichtig, wenn der Erdboden selbst keine gute Saugkraft besitzt. Der klassische Wasserspeicher ist die Regentonne, davon gibt es heut zu Tage verschiedene Designs. Als unterirdische Depots können Sie Zisternen nutzen.
  4. Rückstauklappe einbauen – Wie bereits erwähnt können extreme Niederschläge die Kanalisation in kurzer Zeit völlig überlasten. Einen effektiven Schutz davor bietet eine Rückstauklappe. Diese verhindert, dass Wasser, Abwasser und schlimmstenfalls Fäkalien in das Haus drücken. Für diesen Schutz ist jeder Hausbesitzer selbst verantwortlich, die Kommunen haften grundsätzlich nicht für aufkommende Schäden. Auch die Versicherer machen Leistungen im Schadenfall davon abhängig, dass eine Rückstauklappe verbaut wurde.
  5. Hauseingänge mit Stufen oder Schwellen schützen – Alle Hauseingänge sollten nach Möglichkeit über eine Stufe oder eine kleine Rampe verfügen und nicht ebenerdig liegen, damit Oberflächenwasser nicht so leicht in das Gebäude eindringen kann. Auch die Oberkanten von Kellertreppen oder Lichtschächten sollten im Idealfall mindestens zehn bis fünfzehn Zentimeter aus dem Boden heraus ragen. Wenn es möglich ist, können Lichtschächte auch mit speziellen Deckeln oder Glasbausteinen wasserdicht verschlossen werden. Tiefer liegende Garagen können sich über breite Bodenschwellen auf der Kuppe der Rampe schützen lassen.
  6. Hochwasserschutz an den Öffnungen: Wenn es trotz allen Maßnahmen nicht ausreichen sollte, einfach nur Schwellen zu bauen, müssen Sie zu Hochwasserschutz greifen. Sie haben bei jeder Öffnung am Haus andere Systeme, die Ihnen helfen sich vor Starkregen zu schützen. Hier eine kleine Auswahl an weiterführenden Artikeln:

Weitere Systeme haben wir auch direkt in diesem Artikel etwas weiter unten aufgezeigt.

Welche baulichen Maßnahmen schützen meinen Keller und meinen Lichtschacht vor Hochwasser?

Wenn das Wasser durch die Kanalisation ins Haus drückt oder es sogar durch die Wände kommt, dann sieht der Schutz des Kellers vor Hochwasser etwas schwierig aus. Gerade bei älteren Häusern fehlen Rückstauklappen, die das Wasser normalerweise am Eindringen durch den Kanal verhindern. Wenn das Wasser über mehrere Stunden am Haus steht und sich durch die Wände drückt, müssen diese nachträglich geschützt werden.

Folgende Möglichkeiten haben Sie:

  • Rückstauklappe – Sollte das Wasser durch Abflüsse, Toiletten oder die Dusche ins Haus fließen, liegt es womöglich daran, dass keine Rückstauklappe verbaut wurde. Diese nachträglich einzubauen kostet ungefähr 500,00 bis 1500,00 Euro, abhängig davon, wie das Kanalsystem bei Ihnen aufgebaut ist und wie schwierig der Zugang für den Handwerker ist. Alternativ können Sie auch Absperrblasen nutzen, die in Kanaleingänge gesteckt werden, um sie danach aufzupumpen. Diese Produkte finden Sie in unserem Partnershop. Hier der Link dazu: https://howashop.de/products/absperrblase
  • Keller fluten – Hierfür ist die Voraussetzung, dass das Mauerwerk geschützt ist und keine Wertsachen im Keller gelagert werden.
  • Mauerwerk von innen – Wenn Sie Ihren Keller fluten möchten und vorher durch einen Fachmann grünes Licht dafür bekommen haben, können Sie dafür eine spezielle Firma beauftragen oder es selbst tun. Im Prinzip gibt es verschiedene Farben und Dichtmassen, die auf die Kellerwand aufgetragen oder injiziert werden. Diese Arbeiten kosten etwa 40,00 bis 60,00 Euro pro qm.
  • Mauerwerk von außen – Für diese Maßnahme muss vorher die Außenmauer unter der Erde freigelegt werden. Danach wird die Mauer mit einem speziellen Dichtverfahren wasserdicht verschlossen. Die Kosten hierfür sind sehr hoch. Mit 1000,00 bis 2000,00 € pro Meter können Sie hier rechnen.
  • Vorkehrungen treffen – Sie sollten bedenken, dass für das Fluten des Kellers gewisse Vorkehrungen getroffen werden müssen. Dazu zählen Beispielsweise das Höhenlagen von Steckdosen, den Keller auszuräumen und wichtige Gegenstände nicht im Keller zu lagern. Denken Sie außerdem an Möbel, Schränke und elektrische Geräte.
  • Wasserdichter Lichtschacht einbauen: Weiterhin gibt es auch wasserdichte Lichtschächte, die Sie einbauen können. Dann kann das Wasser auch einfach in den Lichtschacht laufen, ohne das ein Schaden entsteht.

Oder diese Lösung, die Sie im Bild sehen. Hierbei handelt es sich um Acrylschotts mit Luke. Dadurch kann kein Regen mehr durch den Lichtschacht in den Keller gelangen.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://hochwasserschutz-profis.de/hochwasserschutz-kellerfenster/

Wie kann ich meinen Keller mit Hochwasserschutz absichern?

Abhängig davon, durch welche Öffnung das Wasser in Ihren Keller gelangt, müssen Sie auch die entsprechende Schutzmaßnahme ergreifen.
Hier haben Sie ein paar Beispiele, wie ein Schutz gegen Hochwasser im Keller aussehen könnte:

  • Kellertür: Wenn das Wasser hierdurch kommt, können Sie sich dagegen schnell absichern. Das Hochwasserschutz-System sollten Sie je nach Stauhöhe wählen, die Sie für den effektiven Schutz erreichen müssen. Bei wenig Hochwasser unter 20 cm reichen meistens Sandsäcke, welche jedoch ziemlich arbeitsintensiv sind. Wenn Sie es etwas einfacher haben möchten, können Sie auch wassergefüllte Schläuche oder PE-Sperren nutzen. Ansonsten können auch Schlängel helfen. Wenn das Wasser über 20 cm im Keller steht, sollten Sie lieber zu Alu-Dammbalken, Magnetschotts oder ähnlichen Systemen greifen. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel Hochwasserschutz für eine Kellertür
  • Kellerfenster: Hier bleibt meistens nur die Option das Fenster komplett abzudichten. Sie können es von innen mit Alu-Schotts oder von Außen mit Acrylschotts. Der eleganteste und einfachste Weg jedoch ist der Austausch des bestehenden Fensters gegen ein wasserdichtes Kellerfenster. Auch hierzu haben wir ein Artikel geschrieben: Hochwasserschutz Kellerfenster
  • Lichtschächte gegen Regen schützen: Ähnlich wie bei Kellerfenstern stehen auch Luftschächte oft ganz im Wasser. Dafür gibt es kleinere Varianten der oben genannten Systeme für Kellerfenster. Diese sind auch entsprechend günstiger.
  • Rohre: Hier können Sie mit speziellen Absperrblasen behelfen. Diese werden meistens für den Kanalbau eingesetzt, funktionieren jedoch ebenfalls sehr gut für den kurzfristigen Hochwasserschutz von Rohren verschieden Art. Hier gelangen Sie zum Shop von Absperrblasen gegen Hochwasser

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Artikel etwas mehr Klarheit verschaffen konnten. Sollten Sie jedoch noch Fragen haben, dann können Sie uns gerne telefonisch oder per E-Mail kontaktieren. 

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