Wasserschott gegen Hochwasser: Diese Möglichkeiten haben Sie!

Wasserschott gegen Hochwasser: Diese Möglichkeiten haben Sie!

Wenn Sie sich die Frage stellen, wie Sie Ihr Haus vor Hochwasser schützen können, dann sind Sie hier genau richtig. Wasserschotts sind eine sehr gute Möglichkeit, um Ihr Haus vor Hochwasser zu schützen. Gleich vorab, Sie können einen Wasserschott sogar selbst bauen!

In diesem Artikel werden wir klären worum es sich beim Hochwasserschutz überhaupt handelt und welche Arten von Wasserschotts es gibt. Des Weiteren werden wir Ihnen zeigen, welche Arten von Wasserschottwänden es gegen Hochwasser gibt und wie Sie diese sogar selbst bauen können. Der Artikel wurde somit in folgende Abschnitte aufgeteilt:

  1. Was ist Hochwasserschutz? 
  2. Unterschiede zwischen aktivem und passivem Hochwasserschutz
  3. Wasserschottwände gegen Hochwasser für Ihr Haus oder Gebäude
  4. Wasserschott selber bauen 

1. Was ist Hochwasserschutz?

Bei Hochwasserschutz kommt es darauf an, welches Hochwasser gebändigt werden muss und wie man diesem am besten begegnen sollte.  Wenn es sich Beispielsweise um Hochwasser durch Starkregen handelt, dann sind andere Faktoren für den Hochwasserschutz wichtig, als wenn es sich um Flusshochwasser handelt.

Klären wir noch kurz worum es sich bei Hochwasser überhaupt handelt. Davon spricht man, wenn Gebäude oder Landstriche, zeitlich begrenzt von Wasser bedeckt oder umschlossen sind, welche im Normalfall nicht von Wasser bedeckt sind. Mögliche Ursachen dafür können Starkregen, Flusshochwasser, Schneeschmelze oder eine Sturmflut sein. Es gibt drei Arten von Hochwasser: Flusshochwasser, Sturmflut und Sturzflut. Abhängig vom Hochwasser kann man diesem passiv oder aktiv etwas entgegensetzen.

Passiver Hochwasserschutz wird gerade bei Flusshochwasser interessant. Als privater Anwender ist dieser etwas schwierig zu gestalten. Für die meisten Hausbesitzer ist somit aktiver Hochwasserschutz die richtige Wahl. Dieses Thema werden wir jedoch in einem späteren Teil etwas genauer erklären.

Außerdem muss Hochwasserschutz für Geländer oder Gebäude unterschieden werden. Hochwasserschutz eines Hauses ist relativ einfach, an Flüssen sieht das jedoch wieder ganz anders aus. Wenn ein Fluss über die Ufer tritt, müssen vorher monatelange Arbeiten für den richtigen Hochwasserschutz sorgen.

2. Unterschiede zwischen aktivem und passivem Hochwasserschutz

Wie wir bereits erwähnt hatten gibt es den aktiven und den passiven Hochwasserschutz. Hier gibt es einen sehr großen Unterschied in der Herangehensweise. Abhängig von der Hochwasserart muss man unterschiedlich an die Sache rangehen, damit keine Schäden entstehen.

Beginnen wir mit dem passiven Hochwasserschutz 

Diese Herangehensweise macht bei Flusshochwasser und Sturmfluten Sinn. Aktiver Hochwasserschutz könnte hier nämlich dazu führen, dass das Gebäude aufschwimmt und sich aus der Bodenverankerung löst. Folgende Möglichkeiten gibt es, um das Wasser umzulenken und somit passiven Hochwasserschutz zu betreiben:

  • Entwässerung des Gebäudes – Sorgen Sie dafür, dass die Entwässerung auf, neben und unter dem Gebäude funktioniert. Hier können regelmäßige Kontrollen von Abflüssen, Kanälen und Rinnen sehr beim Hochwasserschutz helfen.
  • Wasser vom Haus weg leiten – Achten Sie etwas darauf, dass Sie ein Gefälle vom Haus weg schaffen. Legen Sie Bete, Wege, Terrassen und andere Flächen so an, dass Regenwasser abfließen kann.
  • Grünfläche, Steine, Sand und Ähnliches – Versuchen Sie Flächen ums Haus zu schaffen, die Wasser aufnehmen können. Dafür können Sie Grünflächen, Bete und Sand nutzen. Denn je mehr Sie rund ums Haus zubetoniert haben, desto eher müssen Sie mit einer Überschwemmung rechnen.
  • Keller fluten – Dies macht nur dann Sinn, wenn der Keller vorher entsprechend vorbereitet wurde und durch diese Maßnahme keinen Schaden nimmt. Diese Alternative ist gerade bei Flusshochwasser beliebt.

Aktiver Hochwasserschutz

Dieser ist bei Starkregen, Flusshochwasser und sogar Sturmfluten sinnvoll. Hier wird das Wasser am Eindringen in das Gebäude gehindert. Hier gibt es ebenfalls mehrere Möglichkeiten:

  • Bauliche Maßnahmen am Haus – Setzen Sie Türschwellen und erhöhen Sie die Lichtschächte. Sie können außerdem Beispielsweise Fenster und Öffnungen zumauern oder eine Mauer rund um das Haus ziehen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie durch bauliche Maßnahmen Hochwasserschutz betreiben können.
  • Sperren und Wasserschutzwände für das Wasser am Gebäude – Schützen Sie jede Öffnung gegen Hochwasser, die Sie finden können. Für Türen gibt es Beispielsweise Alu-Dammbalken, mobile Schutzwände, Sandsäcke, mobile Schlängel, usw. Hierzu haben wir mehrere Artikel geschrieben, lesen Sie hierzu Beispielsweise Hochwasserschutz von Fenstern: Preise verschiedener Systeme oder Hochwassersperren für Türen, Fenster und mehr: Ein Überblick!

3. Wasserschottwände gegen Hochwasser für Ihr Haus oder Gebäude

Es gibt verschiedene Wasserschottwände gegen Hochwasser. Es gibt Wasserschottwände, bei denen die Größe frei gewählt werden kann und welche, deren Größe fix ist. Außerdem geht es bei Wasserschottwänden eher um Öffnungen wie Türen und Garagen. Alle anderen Öffnungen werden im Normalfall mit anderen Systemen gesichert.

Beginnen wir erstmal mit den Wasserschottwänden mit flexiblen Größen:

  • Alu-Dammbalken – Dies ist ein sehr gängiges System, sie können in der Breite und Höhe flexibel eingesetzt werden. Es ist ein System, welches schnell aufgebaut wird. Die günstigsten Systeme erhalten Sie für 342,72€ für 20 cm Stauhöhe. Für einige Alu-Dammbalken-Systeme können Sie jedoch schnell auch das Doppelte ausgeben.
  • Wabenplatten mit Tür oder ohne Türfunktion – Diese sind ebenfalls in allen Größen erhältlich. Hier wird erst ein Rahmen gesetzt und dann werden die Wabenplatten davor gestellt.
  • Magnetschotts – Diese funktionieren ähnlich wie Wabenplatten. Hierzu wird ebenfalls ein Rahmen an der Öffnung gesetzt, danach wird das Magnetschott davor gesetzt. Durch den Magnetismus dichtet diese Wasserschottwand ab.
  • Automatische Hochwasserschotts – Damit können fast alle Stauhöhen und Breiten abgebildet werden. Die Wasserschottwände werden in den Boden vor einer Öffnung eingelassen.
  • Ähnliche Wasserschottwände – Für Garagen und Türen gibt es eine Vielzahl weiterer Wasserschottwände gegen Hochwasser.
Hochwasserschutz Magentschott für eine Kellertür

Wasserschottwände mit fixen Größen 

Hier können Sie eine kleine Liste von Wasserschottwänden gegen Hochwasser mit fixen Größen sehen. Diese werden meistens vor Garagen oder Türen eingesetzt. 

  • Dam Easy Hochwasserbarrieren (60 cm hoch und maximal 110 cm breit) – Diese können ohne Schrauben, Dübeln und Bohren angebracht werden, und sind trotzdem komplett stabil. Falls Sie Ihre Garage damit schützen möchten, dann haben Sie die Möglichkeit mehrere Sperren nebeneinander zu setzen. Hier ein Link zum Produkt: Dam-Easy-Hochwasserschutz

  • Modulsysteme – Diese können immer in 41 cm Schritten erhöht werden. Weiterhin ist bei 2,6 m Breite Schluss. Sie sind sehr leicht im Einbau und relativ günstig.

Aufblasbarer Hochwasserschutz für Türen

  • Hochwassertüren – Hier können maximal einflügelige Türen gegen Hochwasser abgesichert werden. Die bestehende Tür wird gegen eine wasserdichte Tür ausgetauscht.

 

4. Wasserschott selber bauen

Hier gibt es einen sehr wichtigen Punkt, der zu beachten ist: Je mehr Wasser vor der Wasserschottwand steht, desto eher sollte ein professionelles System gekauft werden. Wenn Sie also Beispielsweise ein komplettes Garagentor schützen müssen, greifen Sie lieber zu Profi-Hochwasserschutz.

Wenn Sie es jedoch nur mit niedrigem Hochwasser zu tun haben, dann können Sie den Hochwasserschutz natürlich auch selbst angehen. Folgende Maßnahmen, können Sie selbst übernehmen:

  • Masys Alu-Dammbalken sind zum selbst bauen. Hier handelt es sich zwar um ein professionelles Hochwasserschutzsysten, jedoch zum selbst bauen. Wenn Sie selbst flexen können und handwerkliches Geschick haben, könnte dieses System bei Ihnen durchaus funktionieren.
  • Erhöhung an Türen und Fenstern bauen. Wenn Sie nur mit wenig Hochwasser zu kämpfen haben, dann können Sie auch Schwellen an Türen und Fenstern bauen. Diese können Sie entweder durch Beton errichten oder auf eine andere Art und Weise erhöhen.
  • Wände um das Grundstück setzen. Eine Wasserschottwand, die Sie selbst bauen hat vor allem ein Vorteil: diese ist vergleichsweise günstig. Wichtig hierbei ist eine gründliche Planung der Wasserschottwand und eine Kalkulation des Materialbedarfs. Holen Sie sich hier am besten Vergleichsangebote von professionellen Systemen. Eine professionelle Wasserschottwand könnte im Zweifelsfall sogar günstiger werden als der Eigenbau.
  • Wände mit Plane und Palette. Dieses Video könnte Ihnen beim Schutz gegen Hochwasser helfen: https://www.youtube.com/watch?v=vpwHtwwXKwQ&t=31s
  • Holzwände. Wir haben viele Kunden, die sich mit Wasserschottwänden aus Holz gegen Hochwasser schützen. Wenn dieser Schutz irgendwann nicht mehr ausreichen sollten, können Sie professionelle Systeme anschaffen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel einige Fragen beantworten konnten. Sie wissen nun wie eine Wasserschottwand aufgebaut werden kann, welche Arten es gibt, was Hochwasserschutz überhaupt ist und wie dieser aufgeteilt wird.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, dann können Sie uns jederzeit kontaktieren. Hinterlassen Sie dafür einfach eine Anfrage auf unserer Homepage, schreiben Sie uns eine Mail oder rufen Sie direkt an. Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

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