Schaden durch eindringendes Regenwasser am Auto? Das ist zu tun!

Schaden durch eindringendes Regenwasser am Auto? Das ist zu tun!

Die Frage, was bei einem Schaden durch eindringendes Regenwasser am Auto zu tun ist wird uns oft gestellt. Man weiß einfach nicht, was man in solch einer Situation tun soll und welche Versicherung in welchem Fall genau greift. Genau aus diesem Grund haben wir diesen Artikel für Sie geschrieben.

Wir hoffen Ihnen etwas mehr Klarheit über dieses Thema verschaffen zu können und Ihnen hilfreiche Informationen zu liefern, falls Sie von einem Schaden durch eindringendes Regenwasser am Auto betroffen sind.

Wir werden in folgende Themen genauer eingehen:

  1. Was tun bei Hochwasser am Auto?
  2. Wie können Sie die Garageneinfahrt gegen Hochwasser schützen?
  3. Was bezahlt die Versicherung bei Schäden am Auto durch Wasser?
  4. Was kann bei Hochwasser passieren?

1. Was tun bei Hochwasser am Auto?

Sollte Wasser in Ihr Fahrzeug gelangen müssen Sie davon ausgehen, dass dieses bereits die Elektronik beschädigt hat oder ebenfalls in andere Fahrzeugteile eingedrungen ist. Somit besteht das Risiko, dass es zu einem Kurzschluss oder andere Folgeschäden in Bauteilen wie beispielsweise dem Motor kommt.

Eventuell kann es ebenfalls zu Wasseransammlungen kommen, die im erstem Moment vielleicht nicht ersichtlich sind und später Schäden verursachen werden.

Wenn Ihr Auto von Hochwasser betroffen ist, dann sollten Sie das Auto auf keinen Fall laufen lassen, bei Bedarf das Auto an einem trockenen Ort schieben oder schleppen, die Batterie abklemmen und das Auto in die nächste Werkstatt schleppen lassen.

Hier ein paar Tipps, um Schäden zu vermeiden:

  1. Durchqueren Sie keine vom Hochwasser betroffene Strecken. Am Besten wäre es, wenn Sie wenden und eine andere Strecke fahren. Wenn wenden nicht möglich sein sollte, dann stellen Sie das Fahrzeug ab und warten Sie, bis sich die Situation gebessert hat: das Wasser ist abgeflossen oder ein Wenden ist wieder möglich.
  2. Vermeiden Sie vom Hochwasser gefährdete Gebiete, wenn Unwetterwarnungen ausgegeben werden. Lassen Sie das Auto in solchen Fällen lieber stehen und benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.
  3. Stellen Sie Ihr Fahrzeug möglichst sicher ab. Parken Sie nicht auf Parkplätzen, die sich in Flussnähe befinden, parken Sie wenn möglich in Parkhäusern auf den oberen Etagen.
  4. Schützen Sie Ihre Tiefgarage gegen Starkregen und Hochwasser. Dazu später mehr.
  5. Speziell im Winter sollten Sie Schneeansammlungen in der Nähe von Garagen vermeiden. Hier könnte sich nämlich Schmutzwasser in der Garage sammeln. So ein Schaden wird von der Versicherung nicht übernommen, da dieser sicherlich vermeidbar gewesen wäre.

Eine Versicherung überprüft immer, ob der Schaden, der verursacht wurde vermeidbar gewesen wäre. Wenn der Fahrer Beispielsweise bewusst in das Hochwassergebiet lenkt, muss dieser eine Teilschuld oder schlimmstenfalls mit einer Ablehnung der Kosten durch die Versicherung rechnen.

Es gibt noch einen weiteren sehr wichtigen Punkt: Sie sollten Fotos von der Unfallstelle machen, damit sich die Versicherung sich später ein Bild von dem Schaden und dem Hochwasser machen kann.

Folgendes sollte auf den Bildern erkennbar sein:

  • Standort des Fahrzeugs
  • Umgebung – Schäden in der Nähe (Bsp. andere beschädigte Fahrzeuge), Spuren des Hochwassers.
  • Beschädigungen des Fahrzeugs – Wassereintritt, Fussraum, Fotos beim Öffnen der Türe, Wassereinlagerungen, Sitzbezüge.
  • Sichtbarer Wasserstand am Äußeren des Fahrzeuges 
  • Verschmutzungsgrad des Wassers (Schlamm, Öl usw.)

2. Wie können Sie die Garageneinfahrt gegen Hochwasser schützen?

Wir hatten vorher kurz das Thema Garageneinfahrt angesprochen, dies ist nämlich, wie Sie sehen konnten ein wichtiger Punkt zum Schutz Ihres Autos bei Hochwasser oder Überflutungen. Die Garage ist ein sehr empfindlicher Punkt am Haus, wenn es um Hochwasser geht.

Die naheliegendste Lösung ist meistens der Schutz der Garageneinfahrt statt des Garagentors.

Um sicherzustellen, dass der Hochwasserschutz der Garageneinfahrt funktioniert, müssen Sie den Fluss des Wassers und die Höhe kennen. Die Garage liegt meistens tiefer, als das Straßenniveau, dies führt natürlich dazu, dass das Wasser hierher fließt.

Sie können ein Magnetschott oder ein Alu-Dammbalken-System zwischen die beiden Mauerwerke anbringen. Die Voraussetzung hierfür ist die Höhe des Wassers und das Verhindern eines Rückflusses.

Das Hochwasser darf in diesem Fall nicht höher sein, als die Mauer vor dem Garagentor. Wenn Sie Beispielsweise eine 40 cm hohe Mauer haben, das Wasser das letzte Mal jedoch über 50 cm hoch durch die Straßen geströmt ist, wird Ihnen der Hochwasserschutz vor der Garageneinfahrt nichts bringen.

Auch wenn neben dem Mauerwerk noch Öffnungen vorhanden sind, müssen Sie diese entweder schließen oder der Hochwasserschutz der Garageneinfahrt wird nicht funktionieren.

Wenn Sie es geschafft haben, das Wasser vom tiefer liegenden Garagentor fernzuhalten, dann haben Sie einen sehr großen Vorteil geschaffen. Sie müssen nämlich weniger Wasser zurückhalten, da dieses weiter fließt und Sie müssen sich keine Sorgen um die Statik machen.

Wenn Sie mehr Informationen zu diesem Thema benötigen, dann lesen Sie gerne unseren Artikel Hochwasserschutz Garageneinfahrt .

   

Alu-Dammbalken Systeme und Magnetschott zum Hochwasserschutz von Garagen (Für weitere Informationen zu den Produkten nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf)

3. Was bezahlt die Versicherung bei Schäden am Auto durch Wasser?

Versicherungen bieten uns Schutz, um uns vor Schäden zu bewahren. Die meist genutzte Autoversicherung ist die Teilkasko, hier werden folgende Naturgewalten abgedeckt:

  • Schaden am Auto durch Sturm
  • Erdrutsch
  • Beulen und Risse durch Hagel
  • Erdsenkung
  • Erdbeben
  • Lawinen
  • Vulkanausbruch
  • Überschwemmungen, wie schon besprochen
  • Und natürlich auch Schäden am Auto durch Hochwasser

Wenn Sie eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung abgeschlossen haben, können Sie einen Schadenersatz beantragen. Die Selbstbeteiligung für die Teilkaskoversicherung ist das Einzige, was Sie im Schadenfall selbst entrichten müssen.

Sollten Sie einen Schutzbrief bei einer Versicherung oder einem Automobilclub haben, dann rufen Sie die Hotline an und lassen Sie ein Service- oder Abschleppfahrzeug kommen. Der Schutzbrief wird dann die Abschleppwagen- oder Bergungskosten und auch Unfall-oder Pannenhilfe übernehmen.

Ein Schutzbrief umfasst in der Regel ebenfalls weitere Zusatzleistungen, wie beispielsweise ein Ersatzauto.

Versicherer der Teilkaskoversicherung übernehmen meistens nur das Abschleppen zur nächsten Werkstatt. Manche Versicherer übernehmen jedoch, je nach Tarif sogar diese Kosten nicht. Deshalb ist es empfehlenswert den Schaden der Versicherung sowie dem Schutzbrief-Anbieter zu melden.

Wenn Sie in einem Risikogebiet leben, dann sollten Sie am besten eine Vollkasko-Versicherung abschließen! 

Sollte es zu einem Schaden an Ihrem Auto kommen, dann melden Sie dies umgehend der Versicherung.

Folgende Fragen müssen geklärt werden:

  1. Ist der Schaden versichert?
  2. Sind die Kosten für das Abschleppen versichert?
  3. Wer informiert den Abschleppdienst?
  4. Welche Werkstatt kommt in Frage?

Wenn der Schaden über die Teilkaskoversicherung übernommen wird, erfolgt im Folgejahr keine Rückstufung. Sie müssen in diesem Fall lediglich die Selbstbeteiligung bezahlen.

4. Was kann bei Hochwasser mit dem Auto passieren?

Sollte Ihr Auto einem Hochwasser ausgesetzt sein, rät der ADAC zu folgenden wichtigen Grundregeln: Auf keinen Fall den Wagen starten, Batterie abklemmen, Auto zur Werkstatt schleppen lassen und die Versicherung informieren.

Wenn man erkennt, wie tief der Wagen im Wasser stand, ist eine grobe Abschätzung der Schäden möglich:

  • Wasserstand bis zur Mitte des Stoßfängers – Hier dürfte der Innenraum der meisten Fahrzeuge trocken geblieben sein, somit ist das Schadensrisiko gering. Von der Werkstatt werden Lenkgetriebe, Betriebs- und Fetstellbremse, Gelenke der Antriebswellen, Radlager, Lichtmaschine und andere, in diesem Fall möglicherweise ungünstig platzierte Bauteile geprüft. Sollten Sie von diesem Wasserstand betroffen sein und Wasser in den Innenraum gelangt sein, dann unterfüttern Sie die feuchte Textilverkleidungen im Innenraum mit saugfähigem Papier.
  • Wasserstand über dem Türschwellen und/oder im Innenraum – Hier geht der ADAC von einem mittleren bis hohen Schadensrisiko aus. Vieles hängt in diesem Fall von der technischen Konzeption des Fahrzeugs ab. Viele Geschädigte kommen um das Herausreißen und Erneuern des oft verklebten Teppichbodens nicht herum. Betroffene müssen ebenfalls die Tür- und Seitenverkleidungen, sowie die Türschwellen untersuchen, dahinter befinden sich nämlich Hohlräume, die mit Wasser volllaufen können.
  • Wasserstand bis zur Scheibenunterkante – Das Schadensirisiko ist in diesem Fall sehr hoch, die Bestandsaufnahme ist hier sehr aufwendig. Nach solchen Pegelständen sollten Sie meistens von einem wirtschaftlichen Totalschaden ausgehen. Bei kaskoversicherten Fahrzeugen urteilt ein Sachverständiger, ob sich die Rettung des Wagens lohnt.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel eine Hilfe an die Hand geben konnten, damit Sie wissen was zu tun ist, sollten Sie von einem Schaden am Auto durch eindringendes Regenwasser betroffen sein.

Sollten Sie weitere Fragen rund um das Thema Hochwasserschutz haben, hinterlassen Sie gerne eine Anfrage auf unserer Website oder sprechen Sie uns direkt an.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

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